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Das Haus Dellwig und seine Geschichte

Der Name Dellwig erklärt sich aus seiner Tallage:
del = Delle, Tal und wic = Siedlung,
also eine Siedlung im Tal.

1179Erste urkundliche Erwähnung des Kölner Erzbischofs Philipp von Heinsberg. Rittersitz und Stammhaus derer von „Delwig“.
1772Durch Heirat der letzten „Delwig“-Tochter geht der Besitz an die Familie Droste zu Erwitte.
1792Vererbt an den Freiherrn Engelbert von Hörde zu Schwarzenraben.
1816 Freiherr Karl Theodor von Rump erwirbt das Gut, das nach dem Tod des letzten Familienmitgliedes, Max von Rump, an die Grafen von Landsberg, Velen und Gemen übergeht.
1904Kauf des Hauses Dellwig durch die Gelsenkirchener Bergwerks AG für 1 Mio. Mark.
1978Der letzte Besitzerwechsel: Eigentümer wird die Stadt Dortmund, die umfangreiche Umbaumaßnahmen zu Erhaltung des alten Wasserschlosses durchführt.
Haupt- und Nebengebäude sind nebst Ländereien landwirtschaftlich verpachtet.
1988Gründung des Heimatmuseums im östlichen Vorgebäude.


Vom Kuhstall zum Museum

22.12.1987Vorbesprechung zur Gründung auf Initiative von Heinz Jander.
12.06.1988Gründungsversammlung des „Heimatmuseums Lütgendortmund e.V.“ (1. Vorsitzender wird Heinz Jander, der dieses Amt bis März 2000 innehat).
01.02.1989Erste Einrichtung in der ehemaligen Landarbeiterwohnung (80 m²) des östlichen Vorgebäudes des Hauses Dellwig in Lütgendortmund. Heute: Empfangsbereich, Küche und „Omas gute Stube“, sowie Teile eines Friseursalons, Metzgerei und Wäscherei.
01.08.1990Erweiterung der Räumlichkeiten um die Tenne. Heute: u. a. Alte Turmuhr der kath. St. Magdalena-Kirche in Lütgendortmund.
März 1991Erweiterung der Räumlichkeiten um den Pferdestall. Heute: Bereiche Handwerk und Landwirtschaft.
01.02.1992Erweiterung der Räumlichkeiten um Teile des Kuhstalls. Seit Sommer 1996 der gemütliche Bewirtungsraum des Museums, mit Theke und Bestuhlung als Versammlungs- und Geselligkeitsraum. In den nächsten drei Jahren kommt ein weiterer Teil des Kuhstalls hinzu, der heute Bäckerei, Schreinerei, Sattlerei und Schuhmacherwerkstatt beherbergt. Diese gesamten Umbaumaßnahmen wurden in Eigenleistung vieler, fleißiger Helfer sowie durch Mitgliedsbeiträge und Spenden ermöglicht.
Heute Heute zeigt das Museum auf über 450 m² Ausstellungsfläche über 1000 Ausstellungsstücke. In sechs Räumen wird gezeigt, wie die Menschen früher in Lütgendortmund und Umgebung gelebt und gearbeitet haben. Schwerpunktmäßig stammen die Ausstellungsstücke aus der ersten Hälfte des 20. Jh. Gezeigt werden Gegenstände des täglichen Lebens aus Handwerk, Landwirtschaft, Arbeitswelt und Haushalt. Zahlreiche Handwerksberufe werden vorgestellt, u. a. Tischler, Schmied, Schlosser, Sattler, Schuhmacher, Bäcker und Klempner. Aus dem kaufmännischen Bereich sind Büromaschinen und Büroeinrichtungen, sowie zahlreiche Zeugnisse Lütgendortmunder Firmen und Geschäfte ausgestellt. Neben sehenswerten Exponaten zur Arbeitswelt der Bergleute bietet das Heimatmuseum eine Ausstellung zum Lütgendortmunder Vereinsleben.